Muskelkater und seine Folgen

Muskelkater ist eine Erscheinung, die ca. ein bis zwei Tagen nach ungewohnten oder sehr intensiven Belastungen in Form von Muskelschmerzen auftritt. Diese Schmerzen sind in der Anfangsphase am größten, nehmen jedoch schrittweise ab.

Muskelkater entsteht durch eine Mikroschädigung der Muskelfasern, nicht, wie lange angenommen, durch zuviel Milchsäure (Laktat). Eine kontinuierliche und ausgeprägte Mikroschädigung kann zum einen zu Vernarbung des Bindegewebes oder sogar zu irreversiblen Funktionseinschränkungen führen. Der Effekt eines starken Muskelkaters hat nichts mit einem optimal überschwelligen Trainingsreiz zu tun, der für den Muskelaufbau (Muskelhypertrophie) nötig ist. Im Gegenteil: Permanenter Muskelkater beeinträchtigt die Regenerationsprozesse, ohne die Muskelaufbau nicht möglich ist. Er hat keinen trainingswirksamen Effekt und ist für Sportler äußerst kontraproduktiv. Statt dessen sollten die Belastungen immer individuell an das aktuelle Leistungsniveau angepasst werden, um optimale Anpassungsprozesse und eine gesunde Steigerung des Fitnesslevels zu gewährleisten.

Dem Muskelkater vorbeugen lässt sich nur mit einem sportlichen Einstieg in niedrigen Belastungsintensitäten in Kombination mit einer langsamen aber kontinuierlichen Belastungssteigerung von Trainingseinheit zu Trainingseinheit sowie hinreichendes Aufwärmen vor dem Sport.

Linderung nach einem Muskelkater spenden zum Beispiel Saunagänge und Wärme, wodurch die Durchblutung und damit verbundene Regenerationsprozesse angeregt werden. Es ist sinnvoll, die Belastung nach einem Muskelkater zu reduzieren. Mechanische Einwirkungen wie starkes Dehnen oder tiefgehende Massagen sollten ebenfalls nach einem Muskelkater vermieden werden, um die Zellschädigung nicht weiter zu verstärken.

Lavinia KadziochDieser Artikel wurde am 04.August 2010 von geschrieben. Mehr über Lavinia Kadzioch: Lavinia, 24, ist studierte Gesundheitsmanagerin und seit sechs Jahren beruflich in der Fitness- und Gesundheitsbranche tätig...


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